die Möhre, die wilde ... ;-)

Mein tiefes Interesse an der Pflanzenwelt ist nicht nur intelektueller Natur. Sie sprechen mich regelrecht an ... damit meine ich so etwas wie eine intuitive Verbundenheit, wie wir sie auch zu Menschen und Tieren haben können.

Eine meiner all time favourites ist die wunderbare Daucus Carota ... die von uns genannte "Wilde Möhre".

(Sie ist die Wildform unserer Karotte)

Kennt ihr sie ..? Im Valongo kann ich diese Verbundenheit momentan täglich ausleben, denn im Algarve scheint sie sich sehr wohl zu fühlen. Ich erinnere mich genau, wie begeistert ich war, als ich sie an so vielen unterschiedlichen Standorten hier um mich herum entdeckt habe!

Vielleicht lasst Ihr Euch einen Moment ein auf die Bilder, die sie in unterschiedlichen Entwicklungsstadien zeigen ... stellt Euch vor, wie die zarten und doch kräftigen Stengel ihre großen, schweren Blütenstände sanft im Winde wiegen.

Eine Besonderheit, die auch gleichzeitig ein Hinweis auf die Signatur der Pflanze ist, sind die rosa bis purpurfarbenen Mittelblüten. Meistens eine, machmal auch zwei und ganz selten einmal fehlt

sie auch völlig.

Ihre Signatur, das heißt ihr Wesen ist die Zentrierung. Ich denke, daher rührt auch meine Verbundenheit mit ihr, denn das Zentrieren ist für mich persönlich von großer Bedeutung und ich strebe immer wieder danach. Unsere (Um)Welt ist heute gekennzeichnet durch unzählige Einflüsse, so vieles erfordert unsere Aufmerksamkeit ... und dies kann leicht zu einer Unausgeglichenheit unserer Kräfte führen, oft fühlen wir uns ausgelaugt und geschwächt.

Es ist dann nur schwer möglich, sich auf das Wesentliche (das Zentrum!) zu konzentrieren, manchmal können wir gar nicht mehr ausmachen, was für uns wirklich wichtig ist ...

Konzentrieren fällt schwer, Entscheidungen treffen scheint unmöglich, Gedanken drehen sich im Kreis, all das ist vielen Menschen bekannt und welch ein Segen ist die Fähigkeit der wilden Möhre, Bewusstseinskräfte zu zentrieren!

Eindrücklich zeigt sie, wie es geht: Zu ihrer Fruchtzeit und nach dem Verblühen der Dolden wölben sich die äußeren Blüten langsam nach oben ,-  auf den Bildern ist es gut zu erkennen - und umschliessen das Zentrum schliesslich ganz. Alles ist auf ihren Mittelpunkt ausgerichtet ...

 

In meiner Arbeit verwende ich die homöopathische Zubereitung von daucus carota. Sie ist eine der vielen Geschenke, die  die Natur für uns bereithält.

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Moni (Sonntag, 22 Mai 2016 06:57)

    Deine Ausführungen finde ich äußerst interessant, liebe Solvana, jetzt weiß ich auch, warum mich diese Pflanze schon immer so anspricht ;-)

  • #2

    Solvana (Sonntag, 22 Mai 2016 15:04)

    Genau das ist die Fähigkeit unserer pflanzlichen Mitgeschöpfe ... uns anzusprechen auch ohne Worte ...
    und je tiefer wir in Kontakt treten mit unserem Inneren, desto besser verstehen wir ihre Sprache.

    Danke für Deinen Kommentar liebe Moni und sonnige Valongogrüsse auch an Gerd und Bonnie!