Salir und Rilke

Septemberanfang und Herbstbeginn in deutschen Landen ... 

Wir erleben als Familie durch Krankheit eine emotionale Achterbahnfahrt und heute morgen sind mir diese wunderbaren Worte eines von mir geschätzten Dichters begegnet, die mich im richtigen Moment erreicht und gestärkt haben.

Hier sind sie auch für Euch und möge ein jeder daraus das lesen und nehmen, das für ihn richtig

ist .


Diese Foto entstand am Rande des Städtchens Salir in Portugal, Algarve. Einige von Euch mögen es schon kennen, aber da es für mich eine große Bedeutung hat und mit zu meinen Lieblingsbildern zählt, habe ich es heute gewählt.


Von deinen Sinnen hinausgesandt,

geh bis an deiner Sehnsucht Rand;

gib mir Gewand.


Hinter den Dingen wachse als Brand,

dass ihre Schatten ausgespannt,

immer mich ganz bedecken.

Lass Dir alles geschehen: Schönheit und Schrecken.


Man muß nur gehen:  Kein Gefühl ist das fernste.

Lass Dich von mir nicht trennen.

Nah ist das Land,

das sie das Leben nennen.


Aus: Das Stundenbuch von Rainer Maria Rilke

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Kommentare: 4
  • #1

    Nelly (Donnerstag, 03 September 2015 11:35)

    Liebe Solvana,

    danke, dass du auch diese Gefühle mit uns teilen magst.

    Alles Liebe und viel Kraft senden dir
    Nelly und Hannes

  • #2

    Moni (Donnerstag, 03 September 2015 20:31)

    Das geht mir sehr zu Herzen. Danke fürs Teilen. LG Moni und Gerd

  • #3

    Laura (Montag, 07 September 2015 00:06)

    Das Gedicht hat gerade eine ganz eigene und berührende Bedeutung für mich... in vielerlei Hinsicht. Vielen Dank dafür! :-*

    Weiterhin alles erdenklich Gute und viel Kraft für euch. Und dass Schönheit und Freude das Maß an Schrecken überwiegt! <3

  • #4

    Solvana (Montag, 07 September 2015 12:38)

    Über diese Kommentare freue ich mich ganz besonders ...
    Ein ganz großes Dankeschön an Euch alle <3